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Gute Prozessmodelle

Eine sauber abgeschlossene Aufgabe

Ein korrektes Diagramm ist nicht automatisch ein gutes Diagramm. Verständlichkeit entscheidet darüber, ob ein Modell im Alltag genutzt wird. Dazu gibt es bewährte Regeln.

Die 7PMG (Mendling et al. 2010) fassen sieben empirisch begründete Empfehlungen für verständliche Modelle zusammen:

  1. Wenige Elemente verwenden: so viele wie nötig, so wenige wie möglich.
  2. Geringer Grad pro Element: pro Element möglichst wenige ein- und ausgehende Verbindungen (Gateways sind ein typisches Beispiel, gemeint sind aber alle Elemente).
  3. Ein Start, ein Ende: ein klar erkennbares Start- und Endereignis.
  4. So strukturiert wie möglich modellieren: was sich öffnet, wird auch wieder zusammengeführt.
  5. OR-Gateways vermeiden: inklusive Oder-Verzweigungen sind besonders fehleranfällig.
  6. Aktivitäten als Verb plus Objekt benennen (zum Beispiel „Rechnung prüfen“).
  7. Große Modelle zerlegen: ab etwa 50 Elementen steigt die Fehlerwahrscheinlichkeit stark, dann in Teilprozesse aufteilen.

Weiterführende Leitlinien (Corradini et al. 2018) systematisieren, was ein BPMN-Modell verständlich macht, von aussagekräftiger Beschriftung bis zu konsistentem Layout.