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BPMN 2.0 verstehen

Wissen und Lernen rund um Prozessmodellierung

BPMN steht für Business Process Model and Notation. Es ist eine weltweit normierte Methode, um Prozesse darzustellen, herausgegeben von der Object Management Group (OMG) und als internationale Norm ISO/IEC 19510 verankert.

BPMN hat sich als gemeinsame Sprache für Prozesse durchgesetzt. Der Vorteil: Fachbereich und IT lesen dasselbe Diagramm und meinen dasselbe. Seit der Version 2.0 lassen sich Prozesse nicht nur darstellen, sondern auch maschinell ausführen (Gadatsch 2025, S. 156).

BPMN hat vier Kern-Kategorien für den Ablauf:

  • Ereignisse markieren Start, Zwischenpunkte und Ende eines Ablaufs.
  • Aktivitäten sind die Arbeitsschritte, etwa Aufgaben (Tasks) und Teilprozesse.
  • Gateways steuern Verzweigungen und Zusammenführungen (zum Beispiel ein exklusives Oder).
  • Verbindungen unterscheiden Sequenzfluss (Reihenfolge) und Nachrichtenfluss (Kommunikation zwischen Beteiligten).

Dazu kommen Pools und Lanes: Sie zählen nicht zum Kontrollfluss, sondern strukturieren, wer beteiligt ist (Organisationen und Rollen). Eine vollständige Übersicht aller Symbole findest du in der BPMN-Symbol-Referenz.

Ein zentraler Gedanke: BPMN trennt den Kontrollfluss (die Reihenfolge der Schritte innerhalb eines Beteiligten) vom Nachrichtenfluss (die Kommunikation zwischen Beteiligten). Diese Trennung macht auch komplexe, organisationsübergreifende Abläufe lesbar.

Worauf es bei guten, verständlichen Modellen ankommt, behandelt Gute Prozessmodelle.