Geschäftsprozessmanagement-Grundlagen
Geschäftsprozessmanagement (GPM) ist die Disziplin, Prozesse zu erfassen, zu analysieren, zu verbessern und zu steuern. BPMN ist dabei das Notationswerkzeug, GPM der größere Rahmen.
Was ist ein Geschäftsprozess?
Abschnitt betitelt „Was ist ein Geschäftsprozess?“Ein Geschäftsprozess ist eine Folge von Aktivitäten, die aus einem Auslöser ein Ergebnis für einen Kunden erzeugt. Wichtig ist die End-to-End-Sicht, denn ein Prozess endet erst, wenn das Ergebnis beim Empfänger angekommen ist, und nicht schon an der Abteilungsgrenze (Bergsmann 2012).
Wie sich Prozesse einteilen lassen
Abschnitt betitelt „Wie sich Prozesse einteilen lassen“In der Praxis gliedert man Prozesse in drei Kategorien (Gadatsch 2025, S. 13):
- Kernprozesse schaffen direkten Kundennutzen (zum Beispiel Auftragsabwicklung).
- Supportprozesse (klassisch: Unterstützungsprozesse) halten den Betrieb am Laufen (zum Beispiel IT oder Einkauf).
- Managementprozesse (klassisch: Steuerungsprozesse) lenken das Unternehmen (zum Beispiel Strategie und Controlling).
In Procevia begegnen dir diese Namen an zwei Stellen. Als Prozessklasse in der Prozessakte heißen sie genau so. In der Prozesslandkarte siehst du sie dagegen als Kategorien Kernprozesse, Management und Unterstützung.
Der BPM-Lebenszyklus
Abschnitt betitelt „Der BPM-Lebenszyklus“Prozessmanagement ist ein Kreislauf. Dumas et al. (2018) beschreiben ihn in sechs Phasen:
- 1Identifikationwelche Prozesse sind wichtig?
- 2ErhebungIst-Zustand modellieren
- 3AnalyseSchwachstellen finden
- 4RedesignSoll-Zustand entwerfen
- 5ImplementierungProzess einführen
- 6Monitoringüberwachen, nachsteuern
Die Erhebung, also das saubere Abbilden von Ist- und Soll-Zustand, ist der Schritt, bei dem Procevia ansetzt.