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Sicherheitsanforderungen am Prozessschritt

Ein Schutzschild vor gespeicherten Daten

Viele Prozesse tragen Anforderungen, die im Ablauf selbst nicht sichtbar sind. Wer darf eine Information sehen, welcher Schritt wird protokolliert, welche zwei Schritte dürfen nicht von derselben Person kommen. Solche Sicherheitsanforderungen hinterlegst du in Procevia direkt am Element. Sie erscheinen als Symbol im Diagramm, in jedem Export und in der Prozessakte.

  1. Markiere einen Schritt, eine Rolle, einen Pool oder ein Dokument und öffne über die Werkzeugleiste das Eigenschaften-Panel.
  2. Klappe den Bereich „Sicherheitsanforderungen“ auf. Die Anforderungen stehen dort als Chips.
  3. Klicke auf eine Anforderung, um sie zu setzen. Ein zweiter Klick nimmt sie wieder weg.
  4. Unter den aktiven Anforderungen erscheinen die passenden Detailfelder, etwa die Leseberechtigten bei „Vertraulichkeit“ oder die Prüf-Häufigkeit bei „Prüfbarkeit“.
Das Eigenschaften-Panel der Aufgabe Bonität prüfen mit dem Bereich Sicherheitsanforderungen, darin die aktiven Chips Prüfbarkeit, Datenschutz und Integrität sowie darunter die Detailfelder wie Prüf-Häufigkeit und ZeitraumDas Eigenschaften-Panel der Aufgabe Bonität prüfen mit dem Bereich Sicherheitsanforderungen, darin die aktiven Chips Prüfbarkeit, Datenschutz und Integrität sowie darunter die Detailfelder wie Prüf-Häufigkeit und Zeitraum

Welche Anforderungen ein Element annehmen kann, hängt von seinem Typ ab. Ein Dokument trägt zum Beispiel „Vertraulichkeit“ mit Lese- und Schreibberechtigten, eine Aufgabe „Nichtabstreitbarkeit“ mit dem Nachweis der Ausführung.

So sehen die elf Symbole im Diagramm aus, in der Reihenfolge, in der die App sie anbietet:

Symbol Anforderung Bedeutung
Verantwortlichkeit Handlungen sind eindeutig einer verantwortlichen Person zuordenbar.
Prüfbarkeit Der Schritt wird protokolliert und ist nachträglich prüfbar.
Authentizität Identität und Echtheit sind sichergestellt.
Verfügbarkeit Ressource oder Service muss bei Bedarf verfügbar sein.
Vertraulichkeit Nur berechtigte Personen haben Zugriff auf diese Information.
Integrität Daten sind vor unbemerkter Veränderung geschützt.
Nichtabstreitbarkeit Die Ausführung kann im Nachhinein nicht bestritten werden.
Datenschutz Personenbezogene Daten werden datenschutzkonform verarbeitet.
Funktionstrennung Diese Schritte müssen von unterschiedlichen Personen ausgeführt werden.
Funktionsbindung Zusammengehörige Schritte führt dieselbe Person aus.
Keine Delegation Der Schritt darf nicht an andere übertragen werden.

Personenlisten wie „Zugriffsberechtigte“ oder „Leseberechtigte“ trägst du kommagetrennt ein, „ALL“ steht für alle. Bei „Prüfbarkeit“ gibst du die Prüf-Häufigkeit und den Zeitraum an, der Wert 0 bedeutet kontinuierlich. Bei „Verfügbarkeit“ trägst du den Wert in Prozent ein. Bei „Keine Delegation“ hältst du im Feld „Durchgesetzt durch“ fest, welches System oder welche Regel das sicherstellt.

Gesetzte Anforderungen erscheinen als orangefarbene Symbole am oberen Rand des Elements. Passen nicht alle nebeneinander, fasst ein Chip wie „+2“ die übrigen zusammen, ihre Namen siehst du, wenn du mit der Maus darüberfährst. Über den Knopf „Ebenen“ in der Werkzeugleiste blendest du die Ebene „Sicherheit“ ein oder aus, etwa für eine Ansicht ohne Symbole. Sobald das Diagramm Symbole enthält, erscheint unten links auf der Zeichenfläche der Knopf „Legende“. Er öffnet „Legende: Symbole in diesem Diagramm“ und erklärt genau die Symbole, die in diesem Diagramm vorkommen.

Das Diagramm Kreditantrag mit orangefarbenen Sicherheits-Symbolen an den Aufgaben und der geöffneten Legende unten links, die jedes vorkommende Symbol mit Namen erklärtDas Diagramm Kreditantrag mit orangefarbenen Sicherheits-Symbolen an den Aufgaben und der geöffneten Legende unten links, die jedes vorkommende Symbol mit Namen erklärt

Die Symbole sind Teil des Diagramms und stehen deshalb auch in PDF, Bild und SVG, siehe Export.

In der Prozessakte zeigt jeder Schritt seine Anforderungen im Abschnitt „Sicherheitsanforderungen“. Im Bearbeiten-Modus klickst du dort auf „Bearbeiten“, wählst Anforderungen an oder ab und füllst die Details der aktiven Anforderungen aus. So ergänzen Owner und Bearbeiter des Prozesses Anforderungen direkt in der Akte, ohne den Editor zu öffnen. Betrachter sehen die Anforderungen, ändern sie aber nicht.

Die Symbole orientieren sich an SecBPMN2, einer Erweiterung von BPMN für Sicherheitsanforderungen.